Wer sind die 300?

Autor: Klaus Runkel

06/2016

Sicher kennst du die Geschichte von Gideon aus Richter 6-8. Geschichte scheint sich zu wiederholen – vielleicht in etwas anderen Nuancen.

 

Was geschah um Gideon herum?

Gott hatte das Volk Israel aus der Gefangenschaft Ägyptens befreit und stellte ihnen ein Land zur Verfügung, in dem sie leben und Gott verehren sollten. Aber sie hörten nicht auf Gott und beteten die Götter der Amoniter an. Gottes Gericht (zur Erziehung seines Volkes) musste unausweichlich folgen. Gott ließ zu, dass das Volk Israel sieben Jahre von den Midianitern unterdrückt und ausgenommen wurde.  

Die Folgen der sünde

Heute sind diese Midianiter die Globalisten, die die großen Weltkonzerne steuern und den Darstellern der Regierungen nach ihren Gnaden sagen, wie sie die Geschicke der Menschen zu beeinflussen haben. Mit den Instrumenten TTIP und CETA soll nun eine Legitimation geschaffen werden, um alle wirtschaftlichen Errungenschaften des europäischen Wohlstandes zu rauben und schließlich vollends zu zerstören. Wie weit Gott mit unserem Land und Europa gehen muss, damit die Menschen sich wieder Gott zuwenden, wissen wir noch nicht. Gott hat den Plan.

Die Israeliten verloren damals ihre Freiheit und mussten sich in Felsklüften und Höhlen verstecken. Immer, wenn sie ihre Felder bestellten, kamen die Midianiter und raubten den Ertrag. Diese Szenerie könnte auch uns bald erreichen. Doch wenn das Gericht für uns kommt, dann hat Gott damit nur Gutes vor.

gott schickt seine propheten

Als das Volk Israel in Bedrängnis war, schrien sie zu Gott. Gideon verkündete die Sicht Gottes und stellte dem Volk einen Spiegel vor ihre Augen. Sie mussten erkennen, dass sie ohne die Gunst Gottes verloren da standen. Sie sahen sich im Spiegel an und waren mit ihrer eigenen Gottlosigkeit konfrontiert. Es gibt angenehmere Zustände im Leben, doch es geschah für sie aus Gnade.

 

Als Gideon den Auftrag erhielt Israel zu retten, erschien ihm diese Aufgabe viel zu groß. Er brauchte ein Zeichen von Gott, um bestätigt zu werden. Gott begleitete ihn in seinem Selbstzweifel und sprach ihm Mut zu: „Hab keine Angst! Du wirst nicht sterben. Ich schenke dir Glück und Frieden.“ (Richter 6,23) Gideon ging gleich mutig zu Werke und tat genau das, was Gott von ihm erwartete. Er riss den Altar Baals nieder und stürzte die Götterstatue der Aschera um.

 

Heute sind diese Baale z. B. das babylonische Wirtschaftssystem, das den Menschen ihre Freiheit raubt. Und das anti-göttliche Religionssystem, das versucht sich zwischen Mensch und Gott zu stellen, und ihn in eine Eine-Welt-Religion zu entführen. Wir sind in der Zeit angekommen, von der die Schrift sagt, dass es sein wird wie zu den Zeiten Noahs, als Sodom und Gomorrha zum Synonym für menschliche Abgründe und ihre Gottesferne wurde. (Lukas 17,26-27)

 

Wir sind in der Zeit angekommen, in der Gott seine Propheten und Reformatoren gerufen hat, seinen Plan auszurichten. Ich bin dem Herrn sehr dankbar für seine Auszeichnung, zusammen mit vielen anderen Kämpfern dem König, Jeschua HaMaschiach, den Weg bereiten zu dürfen.

Kennzeichen der armee gottes

Die Nachfolge von Jesus Christus hat immer einen Preis. Und sie hat einen Ertrag, eine Frucht mit Ewigkeitsbedeutung. Wer als Krieger in den Kampf gerufen wurde und diesem Ruf folgt, wird heute ähnliche Erfahrungen machen, wie Gideon damals in Richter 6-8):

  • Gideon war angesichts seiner menschlichen Möglichkeiten immer wieder auf Ermutigung und Bestätigung in seinem Auftrag angewiesen.
  • Gideon sammelte die Soldaten und trennte die geeigneten (furchtlosen) von den weniger geeigneten (ängstlichen). Es musste klar werden, wer in der ersten Reihe kämpfen kann.
  • Gott gab Gideon Gelingen für seine Aktionen. Gideon konfrontierte die feindliche, scheinbare Übermacht mit der göttlichen Wahrheit und demonstrierte die Kraft Gottes in zeichenhafter Handlung.
  • Gideon riss schonungslos die Altäre der Götter nieder. Er entmachtete damit die spirituelle Macht der Gegenseite.
  • Gott offenbarte Gideon seine Kriegsstrategie, die siegreich werden würde. Dabei hatte Gideon sein Ohr ganz nah an Gottes Mund. Er lebte in dem Rhythmus zwischen Hören und Tun.
  • Gideon war bedingungslos gehorsam. Auch dann, wenn Gottes Anweisungen für den menschlichen Verstand absurd klangen. Ihm war nichts peinlich, was Gott ihm auftrug.
  • Gott gab Gideon das Lager der Midianiter in seine Hand. Er machte reiche Beute und konnte den Bedürftigen wieder zurückgeben, was ihnen geraubt wurde.
  • Gideon wurde in seinem Kampf für das Volk von seinen eigenen Landsleuten wenig geschätzt und um die notwendige Unterstützung gebracht.
  • Gideon wurde materiell/finanziell durch die 10.000 bzw. 20.000 Krieger unterstützt, die für den Kampf bereit waren, aber nicht in der ersten Reihe kämpfen konnten. Diese Gruppe hatte die größte Identifikation mit Gideons Auftrag; sie wurden aussortiert, waren aber eine wesentliche Unterstützung, weil sie ihr Schofar und ihre Vorräte an die 300 abgaben.

gehörst du zu den 300 oder zu den 20.000?

Wenn du das liest – willst du immer noch ein Gideon-Krieger sein? Wenn man an der Front kämpft, kann es manchmal sehr einsam werden. Man fragt sich gelegentlich: Warum mache ich das eigentlich? Und wo sind die anderen? Haben die es nicht nötig für ihr Land zu kämpfen? Warum muss das so sein, dass sich wenige für die vielen aufopfern? Vielleicht hat dies mit dem stellvertretenden Opfer von Jesus zu tun. Er hat sich allein für uns alle geopfert. Ich erfahre immer wieder, es hat auch damit zu tun, dass seine Jünger auch Anteil haben an den Leiden Jesu. Außerdem können wir in der Schrift studieren, dass Gott mit dem heiligen Rest eine ganze Nation bewegen kann und möchte (z. B. Jeremia 40,1-16).

nimm deine position ein

Für die Gideon-Krieger und Reformatoren unserer Zeit bin ich allerdings etwas hoffnungsvoller gestimmt. Ich empfinde es als Herausforderung, allerdings auch als besonderes Privileg, einer von den 300 sein zu dürfen. (Ich sehe die 300 nur als Symbol. Vielleicht sind es mehr als 300 in Deutschland). Und die 300 sind gerade dabei sich im ganzen Land zu finden und zu vernetzen. Ich selbst darf in einer kleinen Guerilla-Einheit kämpfen und bin nicht mehr allein. Wenn du dich einer regionalen Kampftruppe anschließt, bist du es auch nicht mehr. Die Krieger Gottes sollten sich kennen und aufeinander achten. Es kann gut sein, dass auch dir mal jemand den Rücken frei halten muss, wenn du im Gefecht stehst. Darum kämpfe nicht länger allein. Meine Website www.reformation-heute24.de könnte für dich auch eine Möglichkeit sein mit anderen Kämpfern in Kontakt zu kommen.

 

Vielleicht bist du auch einer der wertvollen 20.000, die jene 300 nach Kräften unterstützen. Viele der 300 sind teilweise oder vollständig aus ihrem Beruf herausgelöst, um sich ganz in den Kampf geben zu können. Wenn dich Gott ausgewählt hat, um diese 300 zu segnen ist das ebenfalls großartig. Nun kommt es darauf an, dass jeder seinen Platz einnimmt, damit der Herr uns unser Land geben kann.

 "Höre, mein Volk; lass dich warnen, Deutschland*! Wenn du doch auf mich hören würdest! Du sollst keine anderen Götter neben mir haben, wie sie bei fremden Völkern verehrt werden - bete sie nicht an! Denn ich allein bin der Herr, dein Gott, ich habe dich aus Ägypten herausgebracht. Nach mir sollst du verlangen, und ich werde dich sättigen, ja, ich schenke dir Segen im Überfluss!

 

Aber mein Volk hat nicht auf mich gehört, sie haben nicht mit sich reden lassen. Da überließ ich sie ihrer Starrköpfigkeit, und sie machten, was sie wollten. Wenn doch mein Volk auf mich hören wollte! Wenn doch Deutschland * nach meinen Geboten lebte! Dann würde ich seine Feinde sofort in die Knie zwingen und denen, die Deutschland* unterdrücken, eine vernichtende Niederlage zufügen."

 

Psalm 81, 9-15

*) Im Originaltext: Israel

Text aus "Gute Nachricht-Bibel"


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